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Über den Berger de Brie, auch Briard genannt,
oder
ein Herz mit Haaren drumherum
Der Briard ist eine von der FCI (Federation Cynologique Internationale) anerkannte französische Hunderasse, FCI-Nr.
113, Gr.1, Sek. 1 (Gruppe 1: Hüte- und Treibhunde, Sektion 1: Schäferhunde).
Die erste Beschreibung eines französischen Hirtenhundes findet sich 1387 bei Gaston Phoebus Graf de Foix, der einen
„Mastin“ genannten Bauernhund beschreibt, welcher als Hirtenhund, aber auch bei der Jagd verwendet wurde.
1578 beschreibt Liébaut in „la Maison rustique“ einen ähnlichen Hund. Und im Jahre 1785 liest man in M. de Buffons
Werk Naturelles von einem „Chien de berger de Brie“, der langhaarig und meist schwarz war.
1809 wird von Abt Rozier Buffons Beschreibung des Chien Berger in seinem Werk etwas ergänzt und dieser Hund als
„Chien de Brie“ bezeichnet.
1896 beginnt der Berger der Brie, in Deutschland kurz Briard genannt, offiziell als Rasse zu existieren, ein Jahr
später wird der erste Standard veröffentlicht.
Ursprünglich war der Briard wohl ein Nachfahre von Hof- und Bauernhunden des französischen Flachlandes und hatte
Schafe zu bewachen und zu beschützen, im Ernstfall auch gegen Wölfe.
Später hilft er bei der Jagd, dient als Polizei- und Wachhund. Traurig wurde sein Schicksal in den Weltkriegen, als
er als Melde-, Patrouillen- und Sanitätshund tausendfach den Tod fand.
In Frankreich noch häufig, hat sich seine Verwendung in der jüngeren Geschichte stark gewandelt, weil er für das
freie Hüten und Treiben von Schafsherden nicht mehr benötigt wurde.
Heute wird der Briard mehr und mehr bei sportlichen Wettkämpfen eingesetzt, wobei sein unermüdlicher Arbeitseifer
voll zur Geltung kommt. So findet man ihn im Breitensport und Schutzhundesport, unter den Rettungshunden und auch
als Therapiehund.
Da es sich beim Briard um eine alte Arbeitshunderasse handelt, ist es unumgänglich, ihm anspruchsvolle Aufgaben zu
stellen. Beim Agility z.B. kann er sein Talent beispielhaft unter Beweis stellen.

Jugendliche fauve Briardhündin / Bhakti n`Kara vom lustigen Bergvolk
Einen Briard nur wegen seines attraktiven Äußeren zu erwerben, wäre fatal: In diesem anmutigen Hund steckt nach wie
vor ein wahrer Athlet, der nicht zum Schoßhund, erst recht nicht für die Hand eines Kindes geeignet ist. Sein
Temperament, seine Intelligenz und seine Energie finden alleine in sinnvoller Beschäftigung Bestätigung! Er ist
kein Anfängerhund!

Briardrüde, noir / Ch El Benito vom Hof 3 Eichen
Der Briard ist ein rustikaler, gut proportionierter, mittelgroßer bis großer Hund mit lebhaftem und aufgewecktem
Charakter. Er soll weder aggressiv noch ängstlich sein.
Nach FCI-Standard Nr. „113 Berger de Brie“ misst
der Rüde zwischen 62 – 68 cm (Widerrist) und wiegt 24 - 36kg,
die Hündin ist 56 – 64cm groß und 20 - 32kg schwer.
Er tritt in den Farben schwarz (noir) und rehbraun (fauve), auch charbonniert, auf, dazu kommt die graue Variante
(gris).
Die unkupierte Rute mit wehender Fahne wird "J-förmig" getragen, am unteren Ende ist ein flach geschwungener Haken.
An den Hinterläufen hat der Briard doppelte Afterkrallen.
Der Kopf ist stark und lang. Die großen dunklen Augen schauen ruhig und intelligent. Sie sind hinter Stirnhaaren mehr
oder weniger versteckt. Das perfekt passende Gebiss bildet im Idealfall ein sog. Scherengebiss. Die ebenfalls
unkupierten Ohren sind hoch angesetzt, nicht anliegend. Das lange und trockene, leicht gewellte Haar ähnelt in der
Festigkeit dem Ziegenhaar.
Hinter einer guten Portion Schutztrieb zeigen Rüden und Hündinnen dieser Rasse sich als gewitztes und
temperamentvolles, gut wachsames, im Einklang mit Eigensinnigkeit als unverkennbar intelligentes Kraftpaket.
Den ausgewachsenen Briard sollte man beim Agilitysport und als Begleithund, bei der Hütearbeit, beim Turnierhundsport
und als Therapiehund einsetzen. Jede sportliche Aktivität ist dem Briard recht, nicht aber Schlittenziehen, Radfahren
oder Joggen alleine.
Einen Briard zu erziehen heißt, neben einer guten Portion Zeit über ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, einen
starken Willen und unbeirrbare Konsequenz zu verfügen!
Stimmen alle Parameter und findet der Briard vollen Familienanschluss, lehnt sich dieser anfänglich reservierte,
dennoch stets kontaktfreudige Hund rasch in seiner typischen Art an sein Herrchen/Frauchen und zeigt, dass er ein
großes Herz mit viel Haaren drumherum hat.
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